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Die Geschichte der Gutenbergschule

 

1903
Gründung der obligatorischen Fortbildungsschulen in Frankfurt am Main
Beruflicher Unterricht fand in den Räumen vieler Frankfurter Schulen statt.

1906-1911
Planung, Bau und Fertigstellung des Schulgebäudes Gewerbeschule Moltke-Allee in der heutigen Hamburger Allee.

1920
Nach der Neuordnung der Frankfurter Berufsschulen entstand die „Städtische Fachschule III für Buch- und Kunstgewerbe Frankfurt am Main” im Südflügel der Gewerbeschule Moltke-Allee.
Berufsgruppen im ersten Jahr der Gründung:
Kunstgewerbeklassen
Maler, Lackierer und Weißbinder, Modelleure, Ziseleure, Goldschmiede, Bildhauer, Stuckateure, Musterzeichner, Stickerinnen, Tapezierer, Dekorateure, Sattler, Portefeuiller, Bau- und Möbelschreiner, Klavierbauer und -techniker, Wagner und Küfer, Bau-, Blank- und Kunstglaser, Glasmaler, Zahntechniker;
Graphische Klassen
Schriftgießer, Schriftsetzer, Buchdrucker, Buchbinder, Graphiker,
Chemie-, Xylo- und Lithographen, Graveure, Autotypie- und Strichätzer, Licht- und Steindrucker, Photographen und Retoucheure, Förderklassen. 

1926
Gründung der Deutschen Fachschule für Tapezierer, Polsterer und Dekorateure – Später: Bundesfachschule für das Raumausstatter-Handwerk

1933-1945
In der Zeit des Nationalsozialismus Berufsschule III der Stadt Frankfurt am Main bis zu ihrer Zerstörung 

nach 1945
Die Berufsschule III war durch Kriegseinwirkung stark beschädigt.
Das Gebäude wurde von Amerikanern für ein Internierungslager zeitweise beschlagnahmt.
Unterricht mußte zu großen Teilen ausgesetzt werden und wurde zunächst in den Räumen der Bonifatiusschule abgehalten. 

 

ab 1946
Langsamer Wiederaufbau. Der Notwendigkeit der Raumbeschaffung fielen viele denkmalwürdige Bauteile zum Opfer. 

1954/55
Der äußere und innere Aufbau der Schule ist abgeschlossen und der Unterrichtsablauf normalisierte sich. Die Schule hatte ca. 2000 Schüler in 60 Klassen. 

1954
Gründung der „Graphischen Fachschule”.
Die Ausbildung für Schriftsetzer und Buchdrucker diente der Vorbereitung auf Führungsaufgaben in der Druckindustrie. Gründer war der Verband der grafischen Betriebe mit Unterstützung der Stadt Frankfurt. 

ab 1963
Erste Neubauplanung der Schule für den Standort „Gutleutstraße”. 

1965/66
Herauslösen von Abteilungen (z.B. der Maler und Lackierer) bedingt durch die Schulraumnot der Werner-von-Siemens-Schule. 

1966
Einrichtung einer Zweijährigen Berufsfachschule, Berufsfelder Drucktechnik und Gestaltung. 

1968
Einrichtung der Schauwerbeabteilung 

1969
Fortsetzung der „Graphischen Fachschule” durch Einrichtung einer Fachschule für Technik, Fachrichtung Drucktechnik 

ab 1976
Neubauplanung der Schule für den Standort „Sachsenhäuser Berg” 

1976
Einrichtung einer Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gestaltung in der Form A

ab 1981
Weitere Planung eines Schulneubaues im Rahmen der Planung für ein Berufsschulzentrum mit der Werner-von-Siemens-Schule an der Gutleutstraße.
In den folgenden zehn Jahren entstehen weitere Konzepte für eine neue Gutenbergschule.  

1991
Statische Untersuchungen an den Gebäuden der Gutenbergschule, Hamburger Allee, und der Bismarckschule, Varrentrappstraße, dazu konkrete Umbau- und Baupläne für die Gutenbergschule sowie die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode schüren neue Hoffnungen nach technischer und gestalterischer Entwicklung der Schulen. – 1993 wird das Konzept jedoch erneut aus finanziellen Gründen von der Stadt Frankfurt aufgegeben. – Die letzten Klassen der Werner-von-Siemens-Schule verlassen ihren Standort an der Hamburger Allee und ziehen in das neue Schulhaus in der Gutleutstraße.
In den folgenden Jahren dient das Bismarckgebäude der Franz-Böhm-Schule und der August-Zinn-Schule aufgrund von Sanierungsmaßnahmen als Unterrichtsraum.

1998
Modellversuch für eine Zweijährige Fachschule, Fachbereich Gestaltung, Fachrichtung Werbe- und Mediengestaltung 

1999
Kooperation mit der Werner-von-Siemens-Schule für die Berufsausbildung „Mediengestalter Bild und Ton”. 

2000
Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) für beide Berufsfelder der Schule, Druck- und Medientechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung wird durch Erlass des Hessischen Kultusministeriums möglich; Beginn mit einer Klasse des Berufsfeldes Druck- und Medientechnik. 

2000/01
Planung und Beginn von Bau-, Renovierungs- und Restaurierungsmaßnahmen verbunden mit Neuausstattungen des Berufsschulkomplexes „Hamburger Allee” für die Gutenbergschule und die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode. 

 

2001
Die Zweijährige Fachschule, Fachbereich Gestaltung, Fachrichtung Werbe- und Mediengestaltung wird als reguläre Form in die Fachschulverordnung aufgenommen.
2003
Die Gutenbergschule beantragt einen Schulversuch Fachoberschule, Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Medienproduktion mit Unterstützung des Staatlichen Schulamts beim Hessischen Kultusministerium, da die Bewerber für die Fachoberschulen frankfurtweit stark zu nehmen und an der Gutenbergschule mehr als 400 Bewerberinnen und Bewerber die Fachoberschule, Fachrichtung Gestaltung besuchen wollen. 

Die Bau- und Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen und die Gutenbergschule ist durch viele Neueinrichtungen auf dem technisch neuesten Stand.

2004
Das Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) beginnt auch im Berufsfeld Druck- und Medientechnik mit einer Klasse.

Der Beruf Siebdrucker/in wird zukünftig nicht mehr an der Gutenbergschule, sondern als Landesfachklasse in Darmstadt an der Peter-Behrens-Schule ausgebildet. 

2005/06
Der Rückgang der Ausbildungsverträge in Industrie und Handwerk reduziert die Zahl der Auszubildenden. Eine steigende Nachfrage nach Schulplätzen in der Berufsfachschule und im Berufsgrundbildungsjahr ist die Folge – zwei BGJ-Klassen, drei BFS-Klassen zu Beginn des Schuljahres. 

2006/07
Die Gutenbergschule ist auf dem Weg, mehr und mehr eine Vollzeitschule zu werden, weil die Ausbildungszahlen auch in Berufsfeld Farbtechnik und Raumgestaltung zurückgegangen sind.
Drei BGJ-Klassen und fünf BFS-Klassen werden in diesem Schuljahr an der Gutenbergschule unterrichtet.
Das Hessische Kultusministerium erteilt die Genehmigung, mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 die Fachoberschule der Fachrichtung Technik mit einem neuen Schwerpunkt Medienproduktion als Schulversuch einzurichten.